Endlich eine legale Wand in Bielefeld?

Das Thema ist fast so alt wie die Bielefelder Graffiti-Szene selbst und letztlich waren eigentlich alle Initiativender letzten Jahre in diese Richtung erfolglos: eine legale Wand, an der Künstler*Innen legal, ungefragt und zu jeder Zeit ihre Malerei in der Öffentlichkeit ausüben können.
Okay, in den 90ern gab‘s die ruinösen Mauern am Töns-Platz, bei denen meist gar nicht sicher war, ob sie bemalt werden dürfen. Später mal für kurze Zeit den Falkendom. Eine dauerhafte, vernünftige Lösung gab es eigentlich nie.
Die Gründe für das permanente Scheitern lagen wohl vor allem am Mangel an geeigneten Wandflächen und dem Unwillen der lokalen Politik, der mit einem schlechten Image behafteten Graffiti-Kultur entgegen zu kommen.
Nun scheint sich aber noch mal etwas zu bewegen:
SPD, Grüne und Piraten laden morgen zum Pressegespräch ein, in dem ein Antrag für eine legale Graffiti-Wand erstmals vorgestellt werden soll. Am 6. März soll der Antrag dann in der Kulturausschusssitzung und im Jugendhilfe-Ausschuss gestellt werden.

Wir von hoch2 wurden im Vorfeld zu Gesprächen im Rathaus eingeladen und hatten die Sache ein bisschen beratend begleitet.
Wir sind für die Pressekonferenz auch angekündigt, können morgen aber aus beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen.