Hall of Fame: Bericht aus dem Rathaus

Auch wenn noch keine Hall of Fame steht, darf schon mal ein bisschen gefeiert werden.
Dass Bielefeld eine legale Wand bekommen soll, wurde gestern parteiübergreifend und einstimmig beschlossen, sowohl im Jugendhilfe- als auch im Kulturausschuss.

Neben den Initiatoren von SPD, Grünen und Bürgernähe/Piraten stimmten auch CDU, FDP, Linke, BfB und Bielefelder Mitte für den Antrag.
Insgesamt zeigten sich die jeweiligen Sprecher der Parteien erstaunlich aufgeschlossen gegenüber der Hall of Fame und der Graffiti-Kunst im Allgemeinen.
Einige regten an, bald noch weitere Wandflächen für legales Graffiti freizugeben.
Björn Klaus (SPD): „Das ist ein tolles Signal in die Szene.“

Im Antrag wurde die Mindener Straße als Hall-of-Fame-Standort vorgeschlagen.
Wir hatten uns in den Vorgesprächen mit Björn Klaus (SPD) für einen möglichst zentralen und öffentlichen Ort ausgesprochen, damit die Graffiti-Bilder als Teil des Stadtlebens wahrgenommen werden. In unmittelbarer Nähe zum Nr.z.P. (Initiative Bielefelder Subkultur) sehen wir die Wand an der Mindener Straße in guter Gesellschaft. Am Parkhaus und den Stützpfeilern des Ostwestfalendamms gab es ja auch schon Graffiti-Aktionen unsererseits.

Laura von Schubert (FDP) fragte, warum extra eine Wand gebaut werden müsse und ob nicht möglicherweise bereits taugliche Wände vorhanden seien.
Leider ist Bielefeld  nicht mit größeren, bereits bestehenden Wandflächen gesegnet, die man direkt nutzen könnte. Uns ist jedenfalls keine Wandfläche im Bielefelder Zentrum bekannt, die den oben genannten Ansprüchen gerecht wird.
Daher sind wir wie SPD, Grüne und Bürgernähe/Piraten klar für den Bau eine Wand an der Mindener Straße!

Es bleibt die Frage, wann die Hall of Fame wirklich stehen wird und eingeweiht werden kann. Einige Punkte sind noch offen:
Es ist noch unklar, was der Bau der Wand kosten wird und aus welchen Mitteln das genau bezahlt werden soll. Von CDU bzw. FDP wurden in den zwei Ausschüssen noch andere Flächen ins Spiel gebracht (Fußgängerunterführungen in der Innenstadt, etwaige Flächen des Immobilienservice Bielefeld).
Wir hoffen, dass diese und andere Problemchen bald geklärt werden können und die Hall of Fame nicht wegen zu vieler kleiner Details wieder ausgebremst wird.

Im Kulturausschuss wurde vorgeschlagen, dass wir von hoch2 das Konzept einer Hall of Fame in der nächsten Sitzung noch mal vorstellen und offene Fragen beantworten.
Das werden wir natürlich gern tun!